Lebensberatung

Wachsen

Lebensberatung

Immer wieder schenkt uns das Leben Ereignisse, Menschen, Situationen, Momente, die nur eines sagen: da musst du durch. Und dann liegt es allein an unserer Haltung, ob wir dieses Geschenk annehmen und wie wir es handhaben. In der Regel erkennt man erst später, dass es ein Geschenk war. Unser Leben ist Wandlung und Entwicklung und verlangt nach Bewegung, damit wir wachsen und reifen können. Das „Durch“ ist diese Bewegung, die Zeit des Wachsens.

Es bringt uns, nicht sanft in der Regel, manchmal katapultiert es uns, aus unserer Komfortzone raus. Es ist nicht etwas, was wir wir wählen, wir werden gewählt. Das Leben legt sanft die Hände auf unsere Schultern und flüstert uns ins Ohr: „Es ist Zeit zu wachsen!“ Dieser Aufruf erschüttert uns bis ins Mark, weil unser Ego daran erinnert wird, dass es nicht der Hauseigentümer, sondern nur der Hausmeister ist. Das macht Angst. Auch weil wir da allein durch müssen. Wir fühlen uns kokonisiert, wie gelähmt, ohne Kontrolle. Wir bäumen uns auf, wollen diese vermeintliche Last abschütteln. Vergebens. Es macht noch mehr Angst. Ein inneres Feuer macht sich breit und beginnt Altes, was unserer Wahrheit nicht mehr dienlich ist, zu verbrennen, die alchemistische „nigredo“. Emotionen kochen, Wunden tun sich auf, Identität, Selbst- und Weltbild geraten ins Wanken. Lügen und Illusionen werden enttarnt. Wir möchten, dass es aufhört oder mindestens beschleunigt wird, vergebens. Das „Durch“ der Transformation kümmert es nicht.

Irgendwann werden wir müde vom Aufbäumen, Zappeln, Wehren und ergeben uns, geben uns dem Prozess hin. Und erfahren Gnade. Und Stille. In der Dunkelheit. Am Lebensgrund, wo kein Horizont und kein Halt mehr da ist. Und wir fühlen uns, vielleicht das erste Mal im Leben, doch getragen und geborgen. Der Kokon hat sich aufgelöst. Unsere Wahrnehmung hat sich verändert. Die Dunkelheit der Nacht ist dem zartroten Lächeln der Aurora gewichen. Innere Fenster werden klarer, Räume tun sich auf, die wir noch nie betreten haben, aber immer schon da waren. Wir staunen und erinnern uns, dass wir nie den Mut hatten, diese Zimmer zu erkunden. Aus Angst, wieder Schmerz zu erfahren. Und so versperrte der Nebel unserer eigenen Ignoranz den Weg. Dieser hat sich aufgelöst, ein silberner Schimmer zeugt noch davon.

Wenn du bereit bist, zu wachsen, dann unterstütze und begleite ich dich gerne.

Ich freue mich auf deine Nachricht.

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